ONE NIGHT STAND Frankreich 2006, Beta, ca 90 min, französische OmeU
„So machen Lesben doch keinen Sex!“, empörte sich das Publikum und stürmte aus der Vorführung – zumindest auf einigen Festivals, auf denen dieser neue Lesben/Transporno aus Frankreich für den erwarteten Gesprächsstoff sorgte. Doch Fotografin Emilie Jouvet zeigt in ihrem ersten Film eben sehr genau, wie Lesben Sex haben. So genau, dass es manchen ein bisschen zu viel ist. Die, die den Film aber bis zum Ende schauen, sind in der Regel begeistert – und total angeturnt. Acht lesbische Paare – zwei davon mit Transjungs – treffen sich in verschiedenster Umgebung zu einem One-Night-Stand und haben Sex vor der Kamera. Da ist wenig inszeniert, wenig geschnitten und kaum geschminkt. Man sitzt sozusagen mit im Bett der Mädels. So realistisch wurde lesbischer Sex selten gezeigt, was viele schockiert und auf jeden Fall alle bewegt. Zu Beginn des Films erzählen die Darstellerinnen unterschiedlichsten Typs, mit welchen Erwartungen sie bei dem Film mitwirkten. Eine sicher ungewöhnliche Maßnahme, die ONE NIGHT STAND von gängiger Pornografie abhebt und auch seinen emanzipatorischen Anspruch zeigt. Ansonsten klassisch pornografisch, wird auf Handlung und Dialog verzichtet und wohltuend direkt einfach nur gefickt. Die verschiedensten Typen, Techniken und Geschmäcker finden hier Berücksichtigung. Und nach vielen intensiven Höhepunkten bleibt am Schluss die schlichte Erkenntnis: Genau so machen Lesben Sex. Is this how lesbians have sex? Yes! “Gender, pretense and practice meet with unbridled chemistry to create a dizzying and delectable feast of sex, passion and desire.” Frameline30
REGIE WELTVERTRIEB / PRODUKTION
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