BROKEN SKY Mexiko 2006, 35mm, ca 140 min, spanische OmeU
Auf ein einleitendes Zitat von Marguerite Duras aus „Hiroshima Mon Amour“ folgt ein sorgfältig choreographierter Film, der klassische Erzählrhythmen gleich in den ersten Minuten beiseite schleudert und sich einem langsamen Tanz der Liebe, des Sex, der Ablehnung, des Schmerzes und der Rückkehr hingibt – so wie sich Gerardo und Jonas gleich in einer sehr frühen Einstellung des Films beinahe selbstvergessen einander hingeben, in einer expliziten Szene, die selbst im aktuellen mexikanischen Kino relativ einmalig sein sollte. In weitgehend wortfreien Tableaus skizziert der erfahrene Kurzfilmregisseur Julián Hernández in seinem zweiten Spielfilm nach Tausend Wolken des Friedens belagern den Himmel, Liebe, Du wirst nie aufhören, Liebe zu sein die Beziehung der beiden jungen Studenten, die zerbricht, als Jonas eine Affäre mit einem anderen beginnt. Gerardo rächt sich, indem er ebenfalls ein neues Verhältnis anfängt. Hernández kommuniziert all dies mit langen Einstellungen und verlangenden Blicken. Wer sich von der sinnlichen Bilderwelt gefangen nehmen lässt, hat Chancen auf einen traumhaften Zustand und in der Folge Transzendenz, ein bisschen, wie es Wong Kar-Wai in HAPPY TOGETHER mit seinem sich wiederholenden Tango-Motiv schafft. “This is by any definition an art film: It’s slow-moving, there’s virtually no dialogue throughout its two-and-a-half-hour running time. But don’t be put off: Hernández’s exquisite romance works on an emotional, as well as intellectual, level. The slow, languorous pacing, beautiful low-light cinematography, sensual and perfectly timed slow-pans, and acutely mapped heartbreak suggest Hernández has learned a few lessons from contemporary Taiwanese director Tsai Ming-liang and his spiritual mentor, Hou Hsiao-hsien.” TV Guide
REGIE DARSTELLER DREHBUCH PRODUZENT WELTVERTRIEB / PRODUKTION VERLEIH
|