|
CENTERPIECE
EIN ZUHAUSE AM ENDE DER WELT - A HOME AT THE END OF THE WORLD

USA 2004
ca 93 min
englische OV
Regie, Michael Mayer
Der entgegengefieberten Verfilmung von Michael Cunninghams
Bestseller aus den 90er Jahren, hier von ihm selbst in Drehbuchform
adaptiert, hält die an sie gesetzten Erwartungen mit
leichter Hand. Allein schon des göttlichen Casts wegen.
Wer hätte gerade von Enfant Terrible Colin Farrell eine
derart zarte, einfühlsame Performance wie die als jungfräulicher
Bobby Morrow erwartet? Auch Sissy Spacek glänzt in einer
Oscar-verdächtigen Darbietung als lockere Provinzmom,
die die revolutionären Umbrüche des Zeitgeists,
von den Pott rauchenden Hippies bis zur schwulen Clubculture
der 80er, mütterlich sanft umarmt.
Die feinsinnige Dreiecksgeschichte, eine Art Jules und Jim,
gelebt vor dem Hintergrund wichtiger Kapitel amerikanischer
Geschichte, führt uns von den freigeistigen Woodstock-Tagen
bis zur bitterkalten Aids-Ära: Nachdem Bobby als Kind
mit einigen Schicksalsschlägen zu kämpfen hat und
seine Familie verliert, verbringt er den Großteil der
Teenyzeit bei den Eltern seines besten Freundes Jonathan.
Im Schwall der Pupertätshormone ergeben sich erste zarte
Annäherungen zwischen den Jungs.
Zu Beginn der 80er Jahre folgt Bobby dem mittlerweile prächtig
entwickelten Jonathan nach New York, um mit ihm in seiner
WG, gemeinsam mit Roomate Clare, zu leben. Während Bobby
noch kaum über sexuelle Erfahrungen verfügt, aber
seine Mitmenschen stets mit einer Art magischen Offenheit
in den Bann zieht, nutzt der rastlose Jonathan die Metropole
für zahlreiche Affären. Seine heimliche Liebe gilt
allerdings immer noch dem Jugendschwarm. Dementsprechend verletzt
reagiert er anfänglich, als auch zwischen Bobby und Clare
eine intensivere Beziehung entsteht und die beiden miteinander
schlafen. Aber mit der Zeit entdeckt das Trio eine Liebe füreinander,
in der Eifersucht nicht mehr zählt: Ob Bruder, Geliebte
oder Geliebter die Grenzen beginnen zu verwischen,
wenn der Film im folgenden seine drei Protagonisten durch
Höhen und Tiefen intensiver zusammenschweißt und
trotz tragischer Ereignisse immer eine Note der Hoffnung bereithält,
die ausdrückt: Unser Leben ist verhandelbare Masse
wie wir sie formen, obliegt uns selbst. Eine starke Message.
Ein starker Film.
How many movies these
days leave you wanting more? The funny and heartfelt A HOME
AT THE END OF THE WORLD is a treasure. Rolling
Stone
It might take a bit to adjust to wild Irish boyo Colin Farrell
playing Bobby Morrow, a twenty-something virgin who moves
from Cleveland to New York to live with his gay friend Jonathan
(newcomer Dallas Roberts is a genuine find) and Clare (a vivid
Robin Wright Penn). But adjust you will, since Farrells
astutely observed portrayal -- he finds the crucial streak
of manipulation in Bobbys sweetness -- is a career highlight.
Stage director Michael Mayer makes a striking
film debut, and his skill with the actors is often breathtaking.
Sissy Spacek triumphs in the supporting role of Jonathans
suburban mother. In a childhood flashback, she discovers the
boys smoking grass and listening to Laura Nyros lush
Desiree and joins them as if discovering a new
world. Spaceks revelatory performance (hello, Oscar)
is typical of the films eye for detail as Bobby, Jonathan
and Clare discover their own definition of family.
TOP
| MÜNCHEN |
21 NOV |
19 h 30 Cinema
|
8 Euro |
| FRANKFURT |
28 NOV |
19 h 30 Metropolis 8 |
8 Euro |
| KÖLN |
27 NOV |
19 h 30 Residenz 1 |
8 Euro |
| BERLIN |
05 DEZ |
15 h 15 International |
8 Euro |
Änderungen vorbehalten :: Angaben
ohne Gewähr
TOP |