usa 2003

Regie
peyton reed

Darsteller
renée zellweger, ewan mcgregor, david hyde pierce,
sarah paulson, tony randall

 english 

credits 





  

 

Down with Love
Centerpiece

Wo Todd Haynes mit FAR FROM HEAVEN eine Hommage ans Douglas-Sirk-Melodrama schuf, feiert DOWN WITH LOVE den sprühenden Schnulzen-Charme der Doris Day-Rock Hudson-Ära und glänzt dabei mit einer herausragenden Besetzung: Zellweger, die erneut zu SCHOKOLADE ZUM FRÜHSTÜCK rät, vor allem aber Ewan McGregor, der hier keinen Vorwand auslässt, um seinen durchtrainierten Body zu präsentieren. Zudem beweist das neue Dream-Team nach MOULIN ROUGE und CHICAGO wieder sein unwiderstehliches Gesangs- und Tanztalent in Kostümschlachten, die ihresgleichen suchen.

Die Storyline ist gemäß der Klassiker erzhetero. Doch die überbordende Ausstattung, die Over-the-top-Performances der Darsteller, die schnittige (zotige) Dialogregie und nicht zuletzt die Verbeugung vor Hudson machen diesen Film hundertprozentig zum schwulen Partyfilm des Jahres!

Wie in jeder guten Fiftiesklamotte geht es auch in DOWN WITH LOVE (für dessen Drehbuch PILLOW TALK wohl am stärksten Pate gestanden haben dürfte) nur um eins: Sex. Aber worüber Hudson und Day nur kichernd drum herum reden durften, nimmt sich die moderne Version die ganzen überholten Verklemmtheiten gründlich zur Brust. Eine schier unerschöpfliche Fundgrube für Gags.

Zum Inhalt: Erstlingsautorin Barbara Novak hat einen feministischen Bestseller geschrieben. Darin rät sie der Frauenwelt, der romantischen Liebe abzuschwören, um sich fernab von hormonellen Ablenkungen endlich auf die Karriere zu besinnen. Der Ratgeber führt zum internationalen Chaos: Statt Wäsche zu waschen, fordern die Ladies gut bezahlte Jobs. Verständlich, dass Miss Novak zum Hassobjekt des männlichen Geschlechts avanciert. Als unverschämtester Widersacher erweist sich dabei der Playboy-Reporter Catcher Block, der den perfiden Plan schmiedet die gefühlskalte Autorin flach zu legen, um ihr Manifest ad absurdum zu führen.

Seit langem hat der alberne Kampf der Geschlechter nicht mehr soviel Funken versprüht und Partystimmung verbreitet wie dieses glitzernden Filmjuwel, indem Kult-TV-Ikone David Hyde Pierce (FRASIER) als Catchers Boss ein herrlich tölpeliges Gegenstück zu McGregors 007-Attitüde gibt. Mit von der Partie auch der in Ehren ergraute Tony Randall, der früher Pierces Part des "tuckigen besten Freundes, der nie eine Frau abkriegt", in unzähligen Klassikern mimte.

NOT-TO-BE-MISSED!


 

_Clever and phenomenally funny hommage to the fluffy sex wars in late 50s/early 60s cinema in the vein of PILLOW TALK. Sixties comedy hero Tony Randall, complete with stony face and sharky tongue, has a wonderful cameo as cranky publisher tycoon who suffers under his pretty mistress turned neo-feminist.

The plot resembles a typical Doris Day/Rock Hudson movie: Barbara Novak (Zellwegger) talks a lot about sex but never delivers. Catcher Block (Ewan McGregor) tries every trick to get her laid presto. This is a boy-meets-girl story, but don’t worry – it’s also a party-party of a film with enough song and dance, glamour, costumes and campness to impress even Ru Paul.

 

  top