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OPENING NIGHT

Deutsche Premiere
Frida

USA/Kanada 2002

directed by
julie taymor

starring
salma hayek, alfred molina, geoffrey rush, ashley judd,
antonio banderas, edward norton, valeria golino, mía maestro, saffron burrows


Eine in jeder Hinsicht erstaunliche Frau: Frida Kahlo, Mexikos bedeutendste Malerin, Ikone weiblicher Selbstbestimmung, Ehefrau des legendären Diego Rivera, aber auch Geliebte zahlreicher Männer und Frauen, wird von Salma Hayek und ihrer Regisseurin Julie Taymor ein in jeder Hinsicht magisches und unvergessliches Filmdenkmal gesetzt.

Anders als konventionelle Künstlerbiographien gibt sich FRIDA keineswegs mit dem Abhaken von Lebensdaten zufrieden. Vielmehr versucht Taymor, relevant Biographisches mit dem bloßen Empfinden der Gefühlswelt Fridas zu koppeln, um so gleichzeitig streng linear zu erzählen und freimütig zu fabulieren: Viele der scheinbar nur rein zufällig gezeigten Motive finden sich im späteren Verlauf der Handlung in den von Passion und Schmerz (als junge Erwachsene wurde Frida am unteren Rücken von einer Stange durchbohrt) geprägten Gemälden Kahlos wieder. So verdichtet der Film Leben und Kunst, Realität und Fantasie zu einer beeindruckenden, stimmigen und aufregenden Ode an den Mut zum Neuen und Ungewöhnlichen, an die Lust und Freiheit der (sexuellen) Gedanken. Salma Hayek, Diva des 21. Jahrhunderts, lässt hierbei die Funken überspringen – vor allem erotische, denn für eine Hollywood-Großproduktion ist FRIDA gerade in Fragen der ‘sexual politics’ geradezu freizügig.

Sehr bestimmt und doch niemals vordergründig spielen Hayek und Taymor mit tradierten Geschlechterrollen, variieren sie oder stellen sie auf den Kopf (vom Auftritt von Frida im Herrenanzug – noch vor der Dietrich! – bis zu mehr als eindeutig zweideutigen Pas de deux zwischen feinen Damen der Gesellschaft), bis sie nur noch leere Hüllen sind, bereit mit neuer Bedeutung gefüllt zu werden. All das im Überschwang mexikanischer Rhythmen und Farben, historisch und politisch relevanter Querverweise (Rockefeller hier, Trotzky da) und überbordendem Ideenreichtum. Doch im Zentrum stets Frida: Künstlerin, Diva, Ikone, Madonna und ein kleines bisschen Hure...




“It’s a personal triumph for Hayek, who seems certain to win an Oscar nomination, and a triumph, too, for Taymor.” Chicago Sun-Times

The brief life of Mexican painter Frida Kahlo is recounted as a heroic love story and survivor’s tale in Frida. Switching from the Shakespearean sophistication of her film debut Titus (which went over many heads), Julie Taymor’s robust and imaginative direction highlights Kahlo’s passionate love for fellow painter Diego Rivera. Co-producer and star Salma Hayek makes the character an icon of female independence, courage and nonconformity, forecasting special appeal for women viewers. Pic’s splashy visuals, bold sexual stance and vividly etched characters from Nelson Rockefeller to Leon Trotzky could help it go beyond the arthouse audience for whom Kahlo is a familiar name and reach out to a wider public.” Variety