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Queer Fokus DAS LEBEN DES CARLOS FERNANDO
Hass in Deutschland: Fast 100 Menschen wurden seit der Wiedervereinigung von Rechtsradikalen getötet, die Zahl der Körperverletzungen und Brandstiftungen wird um ein Vielfaches höher geschätzt eine erschütternde Bilanz. Die Namen der deutschen Tatorte, von der Ostsee bis in die bayrischen Alpen, sind uns allen leider nur zu gut bekannt. Aber wer waren die Opfer? Wer sind die hiesigen Matthew Shepards, Brendan Teenas? Die deutsche Filmlandschaft schweigt sich beharrlich aus. Dann setzt der Hessische Rundfunk endlich drei Ermordeten exemplarisch ein Denkmal, zerrt sie aus ihren anonymen Opfergruppen, macht sie zu Menschen mit Persönlichkeit, Liebe und Hoffnungen. Der obdachlose Norbert Plath, der aus Mosambik stammende Carlos Fernando und der schwule Klaus-Peter Beer sie konnten ihre Träume nicht mehr verwirklichen, denn sie wurden für nicht lebenswert befunden. Zwar werden die Täter außen vor gelassen, doch kommen die geistigen Brandstifter zu Wort: Politiker, Kirchenvertreter und der nur bemüht unvoreingenommene Durchschnittsbürger. Eine Filmreihe, die gleich einem dramaturgischen Skalpell am Nerv des Übels ansetzt.
Hate is tattooed on their fists, their hatreds terror imprinted on reunified Germany, from the coast to the mountains. However, this mini-series focuses not on the aggressors, but on the lives and deaths of three of some 100 victims who were devalued and murdered because they were homeless, not Arian, or gay. Rarely has a documentary revealed such tragedy on the screen, has unfolded its stories with such precision. A moving record of human beings eradicated from the face of the earth.
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