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Wettbewerb
Der wohl ungewöhnlichste Film des Festivals kommt aus dem schmutzigen Herzen Chicagos. Gegen alle Regeln bricht STRAIGHTMAN mit sowohl filmischen als auch schwulen Rollenklischees. Was die Drehbuchautoren, Regisseure, Produzenten, Hauptdarsteller und dicksten Freunde Ben Berkowitz und Ben Redgrave an Authentizität auf die Leinwand bannen, lässt BIG BROTHER manieriert und fad erscheinen. David (Berkowitz) und Jack (Redgrave) sind zwei stinknormale Typen, die sich gemeinsam durchs Leben schlagen. Buddies, am Scheidepunkt ihres Daseins. Ein ungleiches Paar inmitten kaputter Beziehungen, schwelender Konflikte und straightem Sex. Als Jack seinem besten Kumpel offenbart, dass er schwul ist, tragen die Filmemacher die Geschichte auf eine höhere Ebene; erforschen entschlossen die weitläufigen Parameter aufeinanderprallender Identitäten. Die eingefahrenen Konzepte kollabieren. Beide Charaktere stolpern, wobei wir ihre Angst und Unsicherheit im Umgang miteinander hautnah spüren ebenso wie den sich später ankündigenden Neubeginn. Stilistisch brüchig und in den besten Momenten an Mike Leigh erinnernd! Der Zuschauer muss gewillt sein diesem voyeuristischen Blick standzuhalten. Ehrlich, ungeschminkt, polarisierend und roh.
David is a crude, overweight lothario, managing a bleak Chicago comedy club. His best friend Jack is a clumsily-dressed blue-collar guy with careless grooming habits... Dumpted by their girlfriends, the two bachelors move in together (and) Jack confesses that he is gay... STRAIGHTMAN succeeds on the strength of its acting and brilliant down-to-earth dialogue. It isnt fluff. It isnt eye-candy. This is a must-see, take-a-friend, form-discussion-groups-in-the-lobby sort of flick. PLANET OUT
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