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French Connection
Wenn Fassbinder das noch erlebt hätte! Mit 19 Jahren schrieb Rainer Werner Fassbinder dieses kleine Gesellschaftsdrama als Theaterstück, dessen Aufführung, geschweige denn Verfilmung, er nicht erfahren sollte. Der französische Regisseur François Ozon (SITCOM) entdeckte den Stoff und inszenierte daraus einen Film, wie ihn auch der Autor persönlich nicht hätte besser machen können. Im Jahre 1970, in der erdrückenden Enge einer spießigen deutschen Zweizimmerwohnung zwischen Pril-Blumen und verspiegeltem Schlafzimmerschrank entwickelt sich ein schwules sado-masochistisches Liebesdrama höchster psychologischer Brisanz. Der junge Franz (Malik Zidi) begegnet dem weitaus älteren Versicherungsvertreter Leopold (Bernhard Giraudeau), entflammt und ist schon binnen Tagen sein devoter Haushälter. Trotz Verliebtheit und leidenschaftlichem Sex degeneriert der beruflich frustrierte Dandy zunehmend zum fiesen Psycho-Sadisten und demütigt sein Gespielen nach bekanntem Zuckerbrot-und-Peitsche-Prinzip. Als schließlich sowohl Leopolds Ex-Geliebte, die Transsexuelle
Vera (lasziv-verzweifelt: Anna Thomson) als auch Franz naive Verflossene
die vermeintliche Idylle sprengen, gerät alles aus den ohnehin wackeligen
Fugen. Während Die ausgeprägten Persönlichkeiten des vielschichtigen Kammerspiels
bildeten bereits in der frühen Schaffensphase Fassbinders die Grundlage
für viele seiner späteren Filmcharaktere. Kaum zu glauben, dass
dieses kleine Meisterwerk so lange vergessen war und auch als Theaterstück
bis vor kurzem nie aufgeführt wurde. Umso erfreulicher, dass sich
Ozon des Stoffes auf solch vortreffliche Weise annahm, und auf der Berlinale
dafür den Teddy für den Besten Spielfilm gewann. Ein eindringlicher,
sehr ironischer und intelligenter Film zum Festivalauftakt. In this early Fassbinder piece that was never staged during the artists lifetime, the young Franz falls in love with the much older Leopold. Soon he becomes his obedient servant. While Leopold turns into a sadistic tyrant and Franz suffers badly from his own submission, both their ex-lovers join the scene and cause quite a stir. Franz breaks under Leos newest facets of suppression. At the age of 19 Fassbinder already established the base of the characters in his following films. French director François Ozon won the Teddy-award for Best Feature at the Berlinale 2000.
Although snubbed by the Berlinale jury, François Ozon should be credited with the most irreverent and refreshing entry in the official competition at the Berlin Film Festival (...) An admirer of German culture, Ozon uses the language to great effect. He has also made several changes to Fassbinders original text, but his stylised approach to sets and costumes, hinting at the period of the play without depriving it of its timelessness, is effective and his direction of the cast is admirable (...) a cult item. SCREEN INTERNATIONAL
Allemagne. 1970. Léopold, cinquante ans, séduit Franz, un jeune garçon de 19 ans. Franz tombe amoureux et sinstalle chez Léopold. Mais un jour survient une petite chose sans importance sur laquelle ils ne peuvent pas être daccord, une divergence. A partir de là, il ny a plus de «nous commun», mais seulement des divergences. Adapté dune pièce de Rainer Werner Fassbinder TROPFEN AUF HEISSE STEINE, écrite à lâge de dix-neuf ans, que lauteur na jamais mise en scène ni au théâtre ni au cinéma.
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