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NETTOYAGE À SEC
Die dynamischste Ménage à trois der Zelluloidgeschichte zieht uns Szene für Szene unweigerlich in ihren Bann. Statt, wie es beim Dreier-Thema üblich ist, zu problematisieren oder zu kokettieren, offenbart Anne Fontaine uns die Affäre des scheinbar biederen Wäscherei-Ehepaares Kunstler (Miou-Miou und Charles Berling) mit dem unwiderstehlichen Ex-Hustler Loïc (César für Stanislas Merhar als bester Nachwuchsschauspieler) mit eindringlich herausgearbeiteten Charakteren. Spannungsgeladen von der ersten bis zur letzten Minute entwickelt sich ein ungewöhnlich schlüssiges Beziehungsdrama. Als Kontrastprogramm zu den omnipräsenten romantic comedies verwöhnt NETTOYAGE À SEC die vernachlässigte erwachsene Seite in uns. Diese herausfordernde Dreiecksgeschichte konnte nur in Frankreich entstehen... und Gilles Taurand, Autor der letzten drei André Téchiné-Filme (WILDE HERZEN), durfte zu Recht in Venedig den Preis für das beste Drehbuch mit nach Hause nehmen.
In this titillating liaison between an unapologetic wife, her repressed husband and an ever seductive young drag performer each scene seems to be build on dynamite. Neither willing to endanger his marriage nor able to finally let go of the sizzling lad, who seems to read his heart and desires more honestly than he himself, Jean-Marie finds it increasingly disturbing to decide whether to embrace the new relationship treasure or destroy it forever.
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