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L'HOMME QUE J'AIME Frankreich 1997
Selten gelingt noch das Kunststück, die überstrapazierte Coming Out Story so eindringlich in Szene zu setzen, daß wir sie wie beim ersten Mal erleben: Während des täglichen Trainings in den vermeintlich sicheren Hallen eines Schwimmbades flattern dem blonden Turmspringer Lucard Schmetterlinge im Bauch, als er den sehr direkten Annäherungsversuchen des haselnußäugigen Martin zu entfliehen versucht. Das Prickeln, das von Anfang an die beiden elektrisiert, spürt man förmlich auf der eigenen Haut. Nach einigen Griffen in die schwule Zauberkiste der Verführungskunst erliegt der Hüne schließlich Martins Charme und bejaht seine Liebe zum eigenen Geschlecht aus vollem Herzen. Selbst als dieser ihm seine langjährige Krankheit gesteht, kann das Lucard nicht ins Wanken bringen. Er ist wild entschlossen, den schweren Weg gemeinsam mit Martin zu gehen. Eine poetisch-stürmische Liebesgeschichte entbrennt, die ihre Kraft aus der selbstlosen Fürsorge für den anderen zu ziehen vermag. Trotz dieser anspruchsvollen Thematik gleitet der Film nicht in eine stumme Tragödie ab, sondern sieht sich vielmehr dazu animiert, die Freuden des Lebens in ihrer schönsten Weise zu präsentieren, frei nach dem Motto: Lebe jeden Tag deines Lebens so, als wäre es dein letzter! Ein rundum gelungener, feiner Film über eine kompromißlose Liebe.
A love story which conquers all: the seemingly unsurmountable difficulties with your coming out, the bitter-sweet pleasures of your first love and the dreadful moment when you find out that your beloved friend has a short and hard way to go.
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